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Méthode Marlborough & No.1 Family Estate

 

Méthode Marlborough: Die Champagner-Konkurrenz vom anderen Ende der Welt!?

Was macht Champagner eigentlich zum Champagner? Und was unterscheidet ihn von einem Sekt? Im Prinzip sind es zwei Faktoren, die den Ausschlag geben:

  • Das Herstellungsverfahren, das an bestimmte Richtlinien und Vorgaben geknüpft ist (u.a. müssen die Trauben handverlesen sein)
  • und die Appellation, also der Herkunftsort der Trauben
Nur wenn diese Rahmenbedingungen erfüllt sind, darf auf dem Label "Champagner" stehen. Dagegen sind die Vorschriften für die Herstellung eines Sektes nicht so streng und kann auf unterschiedliche Arten erfolgen: durch Tankgärung, einfache Flaschengärung und die aufwendigste Form, die klassische Flaschengärung. Auch der Champagner wird nach dieser letzt genannten Methode erzeugt. Der Name "Champagner" darf jedoch nur verwendet werden, wenn die verwendeten Trauben aus der französischen Region Champagne stammen.
 
klassische flaschengaerung methode marlborough ruettelplatten

Bekanntes Bild bei der klassischen Flaschengärung: Rüttelpulte zum Abrütteln der Hefe

 
 
Damit ist klar, dass es Champagner aus Neuseeland theoretisch nicht geben kann. Doch lässt man die Begrifflichkeit außen vor, gibt es rein geschmacklich und qualitativ eine ernst zunehmende Konkurrenz, die mehr und mehr die Insel und die Welt erobert.

Méthode Marlborough

Damit der neuseeländische "Champagner" nicht weiter im Schatten seiner französischen Herkunft steht, wurde auf die Initiative von 11 Weingütern aus Marlborough - darunter das Weingut No.1 Family Estate - eine eigene geschützte Bezeichnung geschaffen: Méthode traditionell Marlborough oder kurz Méthode Marlborough. Auch diese Kennzeichnung darf, ähnlich wie beim französischen Champagner, nur unter ganz bestimmten Kriterien verwendet werden:

  • die Trauben dürfen ausschließlich aus Marlborough kommen
  • als Rebsorten dürfen nur klassische Champagner-Trauben verwendet werden: Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier.
  • die zweite Gärung muss für mindestens 18 Monate in der Flasche erfolgen (beim französischen Champagner sind es sogar nur mind. 15 Monate)
Darüber hinaus halten sich viele Produzenten auch bei anderen Aspekten strikt an die Herstellungsverfahren und Methoden aus der Champagne. Gutes Beispiel ist das Weingut No.1 Family Estate, wo selbst der Maschinenpark für die Pressung der Trauben und die Hefen für die alkoholische Gärung original aus Frankreich stammen.

Wer in Marlborough ist, sollte es sich also definitiv nicht nehmen lassen, einen Méthode Marlborough zu probieren! Und wer wissen will, wo die Geburtsstunde des neuseeländischen „Champagner“ liegt, der sollte unbedingt beim Weingut Family No.1 Estate vorbeischauen. Im Portfolio hat der Hersteller 3 Jahrgangs-Sekte und 4 Non-Vintage Sekte. Für die Verkostung stehen nur 2 der Non-Vintage Sekte zur Verfügung. Eine Gebühr wird für die Verkostung nicht erhoben.
 
 
 

Das Weingut No.1 Family Estate - so kam der Champagner nach Neuseeland

Die Idee für das Gütesiegel Méthode Marlborough ging ursprünglich vom Weingut No. 1 Family Estate aus, welches sich auf die Sektherstellung im traditionellen Stil spezialisiert hat. Gegründet wurde das Boutique-Weingut 1980 von Daniel and Adele Le Brun. Daniel Le Brun ist gebürtiger Franzose, kommt aus der Champagne und seine Familie ist mittlerweile in der zwölften Generation in der Champagnerherstellung tätig. So hat Daniel die „Kunst“ rund um die Champagnerherstellung noch von seinem Großvater und Vater gelernt. Daniel wollte jedoch nicht in Frankreich produzieren, sondern neue Wege beschreiten. Sein Ziel war es, das erlernte Wissen auch in einem neuen Land mit anderen Bedingungen anzuwenden und so wanderte er als Botschafter des Champagners nach Neuseeland aus. Warum ausgerechnet Neuseeland? Weil er hier das perfekte Klima und den perfekten Boden für die Herstellung von Champagner gefunden hat. Die Bedingungen sind ähnlich zu denen in der Champagne - wenn nicht sogar besser.

Und damit hatte er auch den richtigen Riecher und den Grundstein für ein erfolgreiches Unternehmen gelegt. Heute gibt es in Marlborough zahlreiche Hersteller, die in ihrem Portfolio einen Méthode Marlborough anbieten. Allerdings gilt Daniel Le Brun als erster und somit gewissermaßen als "Großvater" der neuseeländischen „Champagnerhersteller“. Die beiden Kinder, Remy und Virginie, sind bereits aktiv in das Geschäft einbezogen und werden die Zukunft von No.1 Family Estate maßgeblich mitbestimmen.

Mehr Informationen zum Sekthersteller No.1 Family Estate und der Méthode Marlborough findest du hier:
www.no1familyestate.co.nz
www.methodemarlborough.org
 
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